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Warum heißt ein „Berliner“ in Berlin eigentlich Pfannkuchen? Einer Legende nach ist ein kriegsuntauglicher Berliner Bäckerjunge Erfinder des leckeren Schmalzgebäcks. Er soll als Feldbäcker beim Regiment unter Friedrich dem Großen ein rundes Hefefettgebäck hergestellt haben – nach dem Vorbild einer Kanonenkugel. Es wird vermutet, dass die heißen Ballen in mit heißem Fett gefüllten Pfannen gebacken wurden und so der Begriff des Pfannkuchen entstanden ist. Nichtsdestotrotz wird man in weiten Teilen der Bundesrepublik verstanden, wenn man in einer Bäckerei ganz einfach einen „Berliner“ bestellt. Bestandteil einer jeden Silvesterfeier sind dabei Berliner. Das leckere Süßgebäck hat in verschiedenen Regionen Deutschlands jedoch auch andere Namen. Vor allem Pfannkuchen, Krapfen, oder Kreppel sind weit verbreitet. |
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Hätten Sie gedacht, dass Brötchen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts reine Luxusartikel waren? Sich das vorzustellen fällt in der Tat schwer. Doch die traditionelle Herstellung der Backware ist langwierig, war aber anfangs noch sehr viel aufwendiger und mühseliger. Das spiegelte sich zum Leidwesen der Bürger in sehr hohen Preisen wieder.
Wenn überhaupt, sparte man sich den Genuss von Brötchen für die Wochenenden auf. Während der Kaiserzeit warteten sogar viele Bürgerinnen und Bürger mit Ungeduld auf hohe Feiertage, da sie sich noch nicht mal an normalen Wochenenden den Luxus des Brötchens leisten konnten. An Feiertagen, aber vor allem zum Geburtstag des Kaisers, wurden seine Gesandten durch das ganze Land geschickt, um in allen Gemeinden Brötchen zu verteilen. So entstand der Überlieferung nach auch der Name „Kaisersemmel“ oder aber „Kaiserbrötchen“. |
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Laut Überlieferungen entpuppt sich die erste Laugenbrezel eher als Zufall, denn als geplante Rezeptur: Im Jahre 1839 servierte man einem königlichen Gesandten versehentlich dieses erste Salzgebäck zum Frühstück. Der kulinarische Zwischenfall ereignete sich im königlichen Kaffeehaus eines Hoflieferanten in der Münchner Residenzstraße.
Der Bäcker Nepomuk Pfannenbrenner soll die rohen Brezeln versehentlich mit Natronlauge anstatt mit Zuckerwasser glasiert haben. Natronlauge wurde damals eigentlich ausschließlich zum Reinigen der Backbleche verwendet. Der Bäcker hatte jedoch nichts zu befürchten: Dem hohen Gast schmeckte es vorzüglich!
Kein Wunder, denn noch heute wird Laugengebäck als herzhafte Variante für Zwischendurch geschätzt und nach Lust und Laune mit verschiedenen Belägen kombiniert.
Übrigens, die typische Form verdankt die Brezel einem in Ungnade gefallenen Bäcker. Um den Bäcker nicht zum Tode verurteilen zu müssen, dachte sich der Graf, der das Urteil zu fällen hatte, eine besondere Aufgabe für den Bäcker aus: Er sollte dem Grafen innerhalb von drei Tagen ein Brot bringen, durch das dreimal die Sonne scheinen konnte.
Die Aufgabe stellte sich jedoch als sehr schwierig heraus. Am letzten Tag hatte der Bäcker immer noch keine zündende Idee. Da sah er seine Frau schon ganz verärgert mit verschränkten Armen im Türrahmen stehen... Das war es! Schnell formte er einige Teigstücke und legte sie zu der uns bekannten Form des Brezels zusammen. Die Form erinnerte nun an die verschränkten Arme der Frau und es konnte an genau drei Stellen die Sonne durch das Brot scheinen. Der Bäcker war gerettet und die typische Brezel-Form, wie wir sie noch heute lieben, ist entstanden. |
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Kaum zu glauben, aber das, was wir heute als eine der Errungenschaften unserer Esskultur empfinden, entpuppt sich als reiner Zufall:
Grundsätzlich hängt die Geschichte des Brotes untrennbar mit der des Backens zusammen. Die folgende Anekdote hat ihren Ursprung vor ungefähr 6.000 Jahren:
Nachdem der Mensch dazu übergegangen war, Getreidekörner vor deren Verzehr zu zerkleinern und mit Wasser zu mischen, anstatt sie im Ganzen zu essen, ereignete sich ein weitreichender Vorfall.Das Gemisch aus Getreide und Wasser kam zufällig mit einem durch die Sonne aufgeheizten Stein in Berührung. Daraus entwickelte sich einer der ersten Backvorgänge der Welt. Es soll Beweise geben, dass so etwas wie das Ur-Fladenbrot für Ägypter und Griechen schon 1.000 Jahre später ein übliches Nahrungsmittel war.
Die flache Form der Brote sollte schon bald durch die runde Form ergänzt werden. Vor der Erfindung des Backofens wurde einfach ein Topf über den auf dem Stein liegenden Teig gestülpt, dieser konnte seine Form darunter entfalten und wurde gleichmäßig von allen Seiten gebacken. Später wurden dann die ersten Backöfen von den Ägyptern entwickelt. Die bienenkorbähnlichen Konstruktionen wurden aus Lehm hergestellt. Ihr Vorteil bestand darin, dass sie viel Hitze speicherten und die Feuchtigkeit des Teiges optimal in Wasserdampf umgewandelt wurde, welcher dann das Volumen des Brotes stark vergrößerte.
Ein weiterer Zufall brachte das erste Sauerteigbrot hervor. Bei der Fladenbrotherstellung blieb ein Teigstück übrig, durchlief einen Gärungsprozess und wurde schließlich doch noch gebacken. Dies führte dazu, dass der Teig des gebackenen Brotes durch kleine Gasbläschen lockerer und dadurch besser zu kauen war.
Letztlich kam das Brot von Ägypten über Israel und das Römische Reich, welches Aufstieg und Fall im Schatten des Getreides erlebte, nach Europa. In Europa entwickelte sich im Laufe der Zeit eine große Vielfalt an verschiedenen Brotsorten. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile 300 verschiedene Brotsorten. Geprägt durch unterschiedliche Traditionen und Vorlieben hat jedes Bundesland sein eigenes Lieblingsbrot. |
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